Aktive der LG Bünde-Löhne setzen bei den Meisterschaften Duftmarken.

Sie waren zahlenmäßig stark vertreten bei den OWL-Hallenmeisterschaften an zwei Tagen in der Bielefelder Seidensticker-Halle und im Paderborner Ahorn-Sportpark. Und sie lieferten gut bis sehr gut ab die Leichtathleten und Leichtathletinnen der LG Bünde-Löhne.
Mehrere Titel, viele Podiumsplätze auf zwei und drei und Top-10-Platzierungen sind ihre Duftmarke und lassen auf eine erfolgreiche Freiluft-Saison hoffen. Denn die Halle ist nur der Aufgalopp in ein Leichtathletik-Jahr, eine gute Gelegenheit zum Eingrooven.

„Ich bin sehr happy mit den Leistungen“, sagte der Löhner Trainer André Düsterhöft. „Grundsätzlich bin ich sehr zufrieden mit dem Wochenende“, erklärten die Bünder Trainer René Johanning und Jonas Moritz.
Ihre sehr gute Form von den Westfalenmeisterschaften bestätigte der Löhner Neuzugang Maria Sauer (U20) über die 60 Meter Hürden. Ihre Bestzeit aus Dortmund (mit 8,97 Sekunden qualifizierte sie sich für die Hallen-DM in Sindelfingen am 21. Februar) toppte sie in Bielefeld auf 8,87 Sekunden. Auch über 200 Meter war sie flott unterwegs und holte sich in 26,39 Sekunden den Titel. Ebenso im Kugelstoßen mit neuer Bestleistung von 10,82 Meter. Im Weitsprung lief es nicht optimal mit drei ungültigenVersuchen, doch mit 5,27 Meter sprang sie dennoch auf den 2. Platz. Drei OWL-Titel und einmal Vize sind herausragend für Maria Sauer.
Viele neue Bestleistungen und nah dran stellten auch die Bünder Aktiven auf und holten OWL-Titel. Eine der Besten war Greta Marlen Pörtner, die eine Altersklasse höher in der U18 startete. Neue Bestleistungen stellte sie über 60 Meter flach in 8,05 Sekunden (im Vorlauf) und über 60 Meter Hürden in 9,29 Sekunden (1. Platz) auf. Stark waren auch die 5,41 Meter im Weitsprung. Zum OWL-Titel fehlten nur zwei Zentimeter. „Sie hat noch Luft nach oben, im Sommer sind durch aus 5,70 Meter drin“, sagt Jonas Moritz. Ein Lob zollte er auch Aaron Thieß, der bei den Männern den Titel über 60 Meter Hürden (9,13 Sek.) holte und jeweils Zweiter wurde im Hochsprung (1,80 m) und Stabhochsprung (4,30 m). „Am Hürden-Lauf haben wir viel im Training gearbeitet, das war sehr gut. Im Hochsprung haben wir von der Technik etwas umgestellt, das läuft noch nicht optimal, aber Aaron setzt einiges schon gut um. Im Sommer wollen wir die 2,00 Meter angreifen“, sagt Moritz.
Richtig stark trumpfte Marianne Jaks (W15) auf, obwohl sie etwas platt war nach einem Volleyball-Turnier tags zuvor. Mit 1,40 Meter (Bestleistung ist 1,44 m) gewann sie die Hochsprung-Konkurrenz mit weniger Fehlversuchen als die Zweitplatzierte mit ebenfalls 1,40 Meter. Zweite in neuer Bestzeit von 10,21 Sekunden wurde sie über 60 Meter Hürden. Zum Sieg fehlten nur zwei Hundertstel. „Besonders hervor zu heben ist Kinga Kowalski in der W13. Sie hat richtig stark abgeliefert mit neuen Bestleistungen“, lobt René Johanning die Athletin. Neue Bestleistungen stellte sie über 60 Meter auf (8,96 Sek.; damit blieb sie erstmals unter neun Sekunden, das reichte aber nicht für eine vordere Platzierung), über 800 Meter (in 2:57,40 Min. der 6. Platz), im Hochsprung (mit 1,25 m der 3. Platz) und im Weitsprung (mit 4,38 m der 4. Platz). Siegreich war sie mit 8,10 Meter und knapp unter ihrer Bestmarke im Kugelstoßen. Als Highlight bezeichnet Johanning den ersten Auftritt in der Halle von der weiblichen U14-Staffel über 4 mal 100 Meter. In neuer Besetzung mit Lilli Banze (Löhne), Sophia Rudel, Mathilda Lehmann (beide Bünde) und Lilli Schwarze (Löhne) wurde dieses Quartett der LGBL in 60,21 Sekunden Vierte.
Sehr zufrieden war Coach Jonas Moritz mit Lara-Sophie Wortmann in der U18. Über 60 Meter lief sie in 9,19 Sekunden neue Bestzeit (reichte aber nicht für das Finale) und verfehlte knapp neue Bestwerte im Hochsprung (mit 1,35 m der 3. Platz) und im Weitsprung (mit 4,76 m der 11. Platz).
Zwei OWL-Titel holte Ben Lennart Beckhoff. Über 60 Meter in neuer Bestzeit von 7,39 Sekunden und im Weitsprung mit 6,11 Meter. „Im Weitsprung haben wir viel herum experimentiert und Ben hat gute Fortschritte gemacht“, sagt Jonas Moritz. „Eine nicht so gute Hallensaison bisher hatte Nele Heinrichs bei der U20. Jetzt in Bielefeld ist sie mal wieder in die Nähe ihrer Bestleistungen gekommen. Sehr gut waren die 4,84 Meter im Weitsprung, Im 80er Bereich war sie zuletzt im Sommer 2025 in Blomberg gesprungen“, sagt Coach Moritz.